Über mich

Als kleiner Bub verbrachte Marc Schmuziger viele Stunden am Klavier, wo er Klängen und Melodien nachhorchte. Für ihn kam der Amadeus Mozart punkto Heiligkeit unmittelbar nach dem Jesuskind. Trotzdem wäre er nie auf den Gedanken gekommen, selber einmal als Musiker zu wirken. Vielmehr entschloss er sich, Zirkusakrobat zu werden, nachdem er an den Schwungringen beglückende Momente am toten Punkt erlebt hatte.


Fürs Violoncello, das er später studieren sollte, entschloss er sich, weil ihm die schöne Holzfarbe, der Klang des Namens und die tiefe Stimme des Instrumentes gefielen. Am Gymnasium sagte ihm aber ein Lehrer voraus, dass er eines Tages an der philosophischen Fakultät der Universität studieren würde. „Was für ein Unsinne“, dachte der damalige Jüngling, „ich werde Musiker und nichts anderes!“ Zehn Jahre später studierte er Psychologie an der philosophischen Fakultät in Zürich.


Hätte ihm aber während seines Studiums jemand weisgesagt, dass er einmal einen Buchverlag gründen würde, um achtsame Bücher herauszugeben, hätte er laut aufgelacht. Dann, zum 50. Geburtstag seiner Frau, Hsing-Chuen Schmuziger-Chen, wollte er ihr ein Geschenk in Form eines Buches machen. Ihr Wunsch war, ihre Kalligraphien mit einem gemeinsam übersetzten daoistischen Text in einem Buch vereint zu sehen. Marc Schmuziger war mittlerweile 51 und entdeckte, dass das Büchermachen zwar nicht so einfach ist, vor allem aber Freude macht.


Die Freude entwickelte sich zur Passion, und so kam es, dass er den taotime verlag gründete, der seine achtsame Haltung als Psychotherapeut und Ausbilder weiterträgt. Bei dieser Gelegenheit übersetzte er auch ein Buch aus dem Französischen (Michel Maxime Egger: Pflege der Seele – Heilung der Erde), welches seine Liebe zur Natur vertiefte und sein Selbstverständnis als Erdbewohner wie auch therapeutisches Arbeiten grundlegend veränderte.


Heute blickt er zurück und ihm kommt eine Zeile aus dem Daodejing in den Sinn, wo es am Schluss von Kapitel 17 heißt:



«Es geschah mir wie von selbst».